Ist das vollständige Bild vorhanden, aber Gesichter oder Kreise wirken zu breit oder zu schmal, prüfen Sie Anzeigeformat und Pixel-Seitenverhältnis statt weiter zu beschneiden. Fehlen Bildränder, ist Cropping der erste Verdacht. Tritt die Verzerrung nur in einem Player auf, testen Sie zuerst dessen Zoom- und Seitenverhältnis-Einstellung.
Der Ablauf gilt für eigene oder autorisierte, bereits lesbare DVD- und Blu-ray-Sicherungen sowie Videodateien. Überschreiben Sie die Quelle nicht. Erstellen Sie einen kurzen Vergleichs-Encode als eigene Datei, bevor Sie einen ganzen Titel oder eine Queue verarbeiten.
Das sichtbare Symptom bestimmt die Prüfung
| Beobachtung | Wahrscheinlicher Prüfbereich | Nächster Schritt |
|---|---|---|
| Am Rand fehlt tatsächlich Bildinhalt | Cropping | Automatisches Zuschneiden kontrollieren |
| Das Bild ist vollständig, aber gestreckt oder gestaucht | Storage Size, Display Size und PAR | Quelle, Dimensions und Activity Log vergleichen |
| Nur ein Player zeigt die falsche Form | Wiedergabe-Fit, Zoom oder Aspect Ratio | Dieselbe Datei in einem zweiten Player öffnen |
Schwarze Balken können nötig sein, um die richtige Bildform auf einem anders geformten Display zu bewahren. Ein randlos gefüllter Bildschirm ist kein Erfolg, wenn Personen dadurch breiter werden. Trennen Sie daher „keine Balken“ von „richtiges Seitenverhältnis“.
Gespeicherte Pixel sind nicht immer die Anzeigeform
Die Storage Size beschreibt die im Video gespeicherte Breite und Höhe. Die Display Size beschreibt, wie breit das Bild bei der Wiedergabe erscheinen soll. Das Pixel-Seitenverhältnis, kurz PAR, legt die Form eines einzelnen Pixels fest; bei 1:1 sind die Pixel quadratisch.
Damit kann eine gespeicherte Pixelmatrix eine andere Form haben als das korrekt dargestellte Bild. Das ist besonders bei DVD-Quellen relevant. Eine gespeicherte Breite oder Höhe allein beweist weder eine Verzerrung noch einen Qualitätsverlust. Der DVD-Ripper-Leitfaden mit Bildgeometrie-Prüfung ordnet diesen Quelltyp ein.
In der aktuellen HandBrake-CLI-Referenz stehen --width und --height für die Storage Size. --display-width bestimmt bei Custom Anamorphic die Anzeigeform; --pixel-aspect und --display-width schließen sich dabei gegenseitig aus. Diese Namen erklären die getrennten Rollen. Sie sind keine Empfehlung für eine bestimmte Quelle und kein vollständiger Befehl. Prüfen Sie die verfügbaren Optionen Ihrer Installation mit HandBrakeCLI --help.
Erst Quelle und Activity Log sichern
HandBrakes Activity Log protokolliert, was beim Öffnen der Quelle erkannt wurde, welches Preset und welche Einstellungen verwendet wurden und welche Probleme auftraten. Notieren oder speichern Sie vor einer Änderung:
- HandBrake-Version und Preset;
- erkannte Auflösung und Anzeigeinformationen der Quelle;
- Crop-Werte, gespeicherte Breite und Höhe sowie Display Size oder PAR;
- den Player, in dem die Verzerrung auftritt.
Ist bereits die Quelle falsch gekennzeichnet, gibt es keine sichere Universalzahl, die HandBrake erraten kann. Bestimmen Sie die beabsichtigte Form anhand einer bekannten Referenz, eines Kreises, Gesichts oder Titels und dokumentieren Sie die Annahme.
Quadratische Pixel sind ein Ziel, keine Ein-Klick-Reparatur
--non-anamorphic setzt nach der aktuellen CLI-Referenz den PAR auf 1:1. Auto Anamorphic versucht die Speicherauflösung zu maximieren, Loose nähert den PAR der Quelle an, Custom erlaubt direkte Kontrolle. Das bedeutet nicht, dass „Anamorphic aus“ jede Verzerrung behebt.
Benötigt ein Schnittprogramm oder Zielsystem quadratische Pixel, muss der Bildinhalt so skaliert werden, dass die richtige Anzeigeform trotz PAR 1:1 erhalten bleibt. Nur das PAR-Feld auf 1:1 zu ändern, ohne die Pixelmatrix passend umzuwandeln, kann das Bild erst verformen. Umgekehrt kann ein Player, der gültige PAR-Informationen auswertet, das anamorphe Bild korrekt darstellen.
Wählen Sie daher zuerst den vorgesehenen Einsatz. Container, Codec und Zielclient gehören zum Blu-ray-zu-MP4-Entscheidungsweg und sind nicht identisch mit der Bildgeometrie.
Mit einer kurzen Preview prüfen
HandBrakes Preview-Funktion lässt Startpunkt und Dauer eines kurzen Probelaufs wählen. Nehmen Sie eine Szene mit erkennbarer Geometrie: ein Gesicht in Frontalansicht, ein Rad, eine Uhr oder grafischen Text. Vergleichen Sie denselben Moment in Quelle und Preview.
Kontrollieren Sie dabei:
- ob alle vier Ränder erhalten bleiben;
- ob Kreise rund und Personen nicht gestreckt wirken;
- ob korrekte Balken bleiben dürfen, statt das Bild zu füllen;
Für den Vergleich außerhalb des Preview-Fensters erstellen Sie anschließend eine separate kurze Testdatei. In der aktuellen CLI bestimmt --start-at den Startversatz, --stop-at die Dauer ab diesem Start; die Einheiten müssen übereinstimmen. Das sind Optionsnamen, kein vollständiger Befehl. Spielen Sie diese Datei im Zielplayer und einem Vergleichsplayer ab.
Eine kurze Preview belegt weder den ganzen Titel noch jede Hardware. Prüfen Sie nach dem langen Lauf Anfang, Mitte und Ende. Zeitachse und Synchronität sind eine andere Fehlerklasse; bei diesem Symptom hilft der separate Leitfaden zu Same as Source, VFR und CFR.
Ausgabe annehmen und Quelle behalten
Akzeptieren Sie die Datei erst, wenn Bildform, Ränder, Balken und eingeblendete Texte an mehreren Stellen der Quelle entsprechen. Zeigt nur der Zielplayer eine Abweichung, testen Sie dessen Fit-, Zoom- oder Seitenverhältnis-Modus, bevor Sie erneut codieren. Schließen Sie die technische Prüfung mit dem Leitfaden für Hash, vollständige Dekodierung und Wiederherstellung ab.
Die Quellen wurden am 2. November 2026 geprüft. Der HandBrake Anamorphic Guide ist ausdrücklich als Entwurf gekennzeichnet und enthält ältere Bedien- und CLI-Beispiele; verwendet wurden nur die mit der aktuellen CLI übereinstimmenden Konzepte von Speicher- und Anzeigeform. CopyBluray hat keine Encodes, Discs, Laufwerke, Fernseher oder Player getestet und gibt weder ein universelles PAR noch feste Abmessungen oder eine Kompatibilitätsgarantie vor.